Dienstag, 6. August 2019

Montag 19.11.2018

Weiter ging es mit dem Bau von Möbeln, es wurde eine Verkleidung für die Wasserleitungen am Waschhaus erstellt, ein Hauptabsperrhahn in der Wasserleitung installiert und einiges mehr. Die letzten Bauteile für die Betten wurden produziert. Wir haben erst alle Bestandteile für alle Betten vorbereitet und erst danach sollten die Betten zusammengebaut werden.

Ein Teil unserer Gruppe hat einen ehemaligen Voodoo-Priester besucht, der zum Glauben gekommen ist, den alten Kram verbrannt hat und nun ein christliches Leben führt. Das war ein beeindruckender Besuch.

Über 20 Matratzen wurden für die Kinder geliefert. Leider konnten wir wieder nur gebrauchte Matratzen bekommen, aber diese waren trotzdem bei weitem besser als die bisherigen.


Drei gespendete Tablets sollten in Haiti ein neues zu Hause finden. Zu diesem Zwecke wurden die ältesten Kinder und der Pastor im Umgang mit den Geräten geschult. Mithilfe des Übersetzers Leonel wurde an diesem Tag der Umgang erklärt.

Mittwoch 21.11.2018

Heute wurde der Bettenbau abgeschlossen und die Jungs und Mädchen erhielten zusätzlich viele Schränke, insgesamt 21 Stück. So können sie endlich ihr gesamtes Hab und Gut ordentlich verstauen.

Mittwoch war auch der Geschenketag. Jedes Kind erhielt eine Stofftasche mit einem Handtuch, einer Kulturtasche, Zahnpasta, Zahnbürste und anderen Hygieneartikeln. Durch die Kulturtaschen müssen nun die Zahnbürsten nicht mehr im Dreck oder in den Bett liegen.


Abends gab es ein Festessen für die Kinder, es wurden Dankesreden gehalten und die Kinder haben Ihren Dank in Vorführungen ausgedrückt. Es waren sehr bewegende Momente. Währenddessen wurde der TV Schrank gebaut, der eine große Überraschung werden sollte.

Dienstag 20.11.2018

Nächster Geburtstag – frische Brötchen! Aber wie gewohnt ging es nach dem Frühstück weiter mit der Arbeit: die Schränke wurden fertig gestellt, die ersten Betten zusammengebaut, in den Toiletten wurde Licht installiert, das Generatorhaus wurde begonnen.

Beim Mauern des Generatorhäuschens waren Philippe und Ulli etwas genervt, weil die Mauern nicht nach deutschen Maßstäben von den Einheimischen gemauert wurden. Kurzer Hand übernahmen die beiden das Mauern und konnten bis zum Tagesende das Generatorhäuschen fertig mauern.  


Die Verkleidung der Waschbecken Leitungen konnte heute angebracht und im Anschluss von Nina und Raja gestrichen werden.

Um zu überprüfen ob alle Bettteile die richtigen Maße erhalten hatten wurde zur Probe das erste Bett zusammengebaut. Bevor dann aber die Betten aufgebaut werden konnten haben wir erst mal alle Jungs Zimmer leer geräumt und geputzt, überall roch es nach Pipi. Die alten Matratzen wurden nach draußen gebracht zum trocknen und dann an arme Menschen weiter verschenkt. Die meisten Matratzen waren in keinem guten Zustand. Oft gab es in der Mitte eine Kuhle oder man hat nur noch auf den Federn gelegen. Das die Kinder so überhaupt schlafen konnten war uns nicht verständlich. Unter den Matratzen hatten die Kinder ihr ganzes Hab und Gut verstaut, weil sie keine andere Möglichkeit hatten die Dinge zu lagern.

Eines der Betten sollte breite Matratzen bekommen, dieses Bett wurde entsprechend umkonstruiert und mit einer extra Brüstung versehen, damit die kleinen 3 jährigen Jungs nicht hinaus fallen konnten.




Alle 10 Betten  konnten zusammen gebaut werden. Bei der Montage der Brüstung hat leider ein Bett nachgegeben und die obere Etage ist mit Anka abgestürzt. Wir stellten fest, dass alle Bohrlöcher, die mit einem 4,5er Bohrer gebohrt worden nicht genug halt für die Schrauben boten. So haben wir alle Gestelle mit Klötzchen verstärkt, damit die Kinder in den Betten schlafen konnten. 

Sonntag 18.11.2018

Wie wir heute durch eine Email des Auswärtigen Amtes erfahren haben gibt es Unruhen in der Hauptstadt. Bei uns ist alles ruhig und es gibt keine Probleme, auch nicht in der Stadt Pignon.
Macht euch also keine Sorgen. Wir gehen davon aus dass sich bis zu unserer Abreise wieder alles normalisiert hat.




Nach dem Frühstück ging es in die Kirche, wo wir einen beeindruckenden Gottesdienst erlebten. Es  traten mehrere Chöre auf und im allgemeinen wurden sehr viele Lieder gesungen. Wir sangen ebenfalls zwei Lieder vor. Beeindruckend war, dass die Gemeinde alle Lieder auswendig mitsingen konnte.

Danach ging es ins das Krankenhaus in der Parallelstrasse, wo wir einem kranken Kind des Waisenhauses einen Besuch abstatteten. Das Krankenhaus scheint gut ausgestattet, umso schwerer wiegt die Aussage, dass die Ärzte nicht wissen, was ihr fehlt, ihr Zustand aber sehr schlecht erscheint.
Nach dem Mittagessen war allgemeine Ruhezeit angesetzt, ein paar gönnten sich ein wohlverdientes Mittagsschläfchen. Allerdings ließen sich nicht alle von der Arbeit abhalten. Die 20 Stirnseiten für die Betten konnten mithilfe einer Montierhilfe schnell zusammengebaut werden. Anni und Lars haben in der Dusche die elektrischen Leitungen repariert.

Jeff und Nina zeigten den Kindern wie Jenga gespielt wird, das löste bei den Kindern große Begeisterung aus. Anschließend wurde ein Lagerfeuer gemacht und Würstchen gebraten, die von den Kindern gierig verschlungen wurden.


 


Samstag 17.11.2018


Samstag ist Markttag, die Mädels fuhren mit dem Pastor und seiner Frau zum Markt um einmal das Treiben der Haitianer kennen zu lernen und uns ein paar Lebensmittel zu kaufen. Auf dem Weg gab es direkt einen Platten, aber das konnte die Erfahrung nicht schmälern. Im Anschluss konnten die Patenkinder, die nicht im Waisenhaus wohnen interviewt werden.


Endlich kam die ersehnte Holz- bzw. Materiallieferung. Das fehlende Baumaterial für die Betten wurde geliefert und es war harte Arbeit die 4,90m langen Sparren vom LKW zu laden. Wir bekamen auch die Rohre und weiteres Material für die verschiedenen Baustellen geliefert. Einheimische halfen uns beim Abladen.

Um die PVC Rohre für die neuen Wasserhähne zu schützen wurde eine Verkleidung maßgeschneidert angefertigt. Bei der Warenlieferung kamen ebenfalls die fehlenden Schrauben, sodass das Tischlerteam die Regale in der Küche fix montieren konnten. Für die Küche in unserem Wohnhaus wurden zwei Tische benötigt. Der eine sollte als Arbeitsbereich dienen, der andere für das zweite Kochfeld.

Fleißig fleißig fleißig war das Maurerteam und goss den Fußboden für das Generatorhäuschen. Die Zuleitungen für das neue Waschbecken konnten montiert werden. Außerdem bauten sie weiter an der Waschmaschine.

Wir haben immer wieder gemerkt wie wichtig es ist eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen und einfach für sie da zu sein. Trotz Sprachbarriere war es doch immer wieder möglich eine tolle Zeit mit den Kindern zu erleben, denn sie waren der wichtigste Punkt unserer Reise. Unser Ziel ist es die ganze Zeit ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Freitag 16.11.2018

Unser Tag startete wie üblich um 6 Uhr mit dem Frühstück, wir versuchten gemeinsame kleine Pausen einzulegen, aber das war immer von den Arbeiten abhängig, Beton kann man ja nicht einfach eine halbe Stunde stehen lassen und Berti und Anka wollten nicht aus ihrem Arbeitsflow gerissen werden. Das Mittagessen wurde täglich von der Frau des Pastors und einer Helferin frisch zubereitet, worüber wir sehr dankbar waren. Auch für das Abendessen haben die beiden gesorgt. An vielen Tagen haben die Mädels mit den Kindern gespielt, wenn diese ihre Hausaufgaben erledigt hatten.

Das Interview-Team nutzte die Zeit wo die Kinder in der Schule waren um den Garten für die Kinder vorzubereiten. Der Boden wurde umgegraben und gehakt. Als die Kinder von der Schule kamen wurden dann weiter Interviews geführt und im Anschluss gab es Springseilspringen mit den Kindern.

Weil wir auf das Material für die Betten warten mussten galt dieser Tag der Produktion der Schränke. Vielen Hände fassten mit an um die Schränke zusammen zu bauen. Berti und Anka lieferten alle benötigten Bauteile und schoben ein kurzes Fußball spiel mit den Kindern am nachmittag ein. Bis zum Essen konnten fast alle Schränke fertig gestellt werden. Aber aufgrund Schraubenmangels konnten die Rückwände nicht montiert werden. In Haiti ist es nicht so einfach Baumaterialien in der benötigten Anzahl und Größe zu bekommen. Damit wir in unserer Küche endlich vernünftige Aufbewahrungsflächen schaffen konnten bauten Berti und Anka zwei Regalböden, die erst mal provisorisch angebracht wurden. Wieder mal fehlten die passenden Schrauben.

Das Elektrik-Team machte sich daran die Elektrik in den Häusern zu reparieren. Die defekten Fassungen und Leuchtmittel in den Gemeinschaftsräumen und unserer Unterkunft wurden gegen Magic Lampen ausgetauscht. Magic Lampen haben einen integrierten Akku, der sich während des Betriebs auflädt und dann weiter leuchtet wenn der Generator ausgeschaltet ist. Da die Generatoren oft nicht funktionieren oder das Benzin leer ist, sind die Magic Lampen vor allem für die Kinder, eine gute Lösung.

Das Sanitär- und Maurerteam bereitete das Generator Häuschen weiter vor, sie legten die Steine für den Fußboden und fingen an den Platz für die "Waschmaschine" vorzubereiten. Die Kinder und die Waschfrau gingen bisher mit der gesamten Wäsche über das Gelände, bergauf, zu dem Brunnen um dort die Wäsche zu waschen. In Trögen auf dem Bodensitzend in mehreren Waschgängen ist das natürlich körperlich sehr anstrengend. Im Anschluss brachten sie die gesamte Wäsche nass zurück zu den Häusern um sie auf den Kakteen aufzuhängen. Die Wäsche leidet sehr darunter, wenn sie immer auf den Kakteen hängt, deshalb entschieden wir einen weiteren Wäscheleinenplatz zu bauen.

Donnerstag 15.11.2018

Wir haben unser erstes Geburtstagskind: Uli feiert heute Geburtstag – und wir feiern mit. Nach dem Frühstück wurde um 7:00 Uhr allerdings wieder in die Hände gespuckt und weitergemacht.

Da die Kinder ihre Kleidung bisher unten den Matratzen lagerten entschieden wir uns Regale für sie zu bauen. Ein Prototyp eines Regales wurde gebaut und dann für die Regale und Betten die benötigten Bretter und Sparren zurecht gesägt (Anka und Berti haben eine gewisse Perfektion darin entwickelt).



Weil die Kinder bisher immer in den Duschen ihre Zähne putzten und sich die Hände wuschen sollte an dem Duschhaus ein neues Waschbecken entstehen, damit fingen Philippe und Ulli an.



Das Elektrik-Team musste feststellen, dass die Wasserpumpe bisher in Reihe hinter der Beleuchtung der anderen Häuser geschaltet wurde, sodass kein Strom bei der Wasserpumpe ankam. Aus diesem Grund musste der Generator immer zur Pumpe geschleppt werden. Um den Generator nicht weiterhin hin und her schleppen zu müssen sollte eine neue Lösung gefunden werden. Der Gedanke war einen zentralen Standpunkt für den Generator zu schaffen um die Wege für den Strom zu verkürzen und Verluste zu vermeiden. So entstand die Idee für ein neues Generatorhäuschen, dass seinen Platz hinter der Küche finden sollte.

Parallel dazu fand die Einkaufstour statt: 30 km entfernt in Hintch wurde bei einem Baumarkt im Stil eines  Kolonialwarenladens eigentlich alle fehlenden Teile gefunden und in einem ähnlich gestilten Supermarkt wurden u.a. Abfalleimer und andere Haushaltsartikel besorgt.

Die Frauen brachten ein paar Wäscheleinen zwischen den Bäumen an und interviewten am Nachmittag wieder ein paar Patenkinder. Die Vor- und Nachbereitungen für diese Aufgabe nehmen sehr viel Zeit in Anspruch.

Am Nachmittag wurde vielen Arbeiten ein Ende bereitet, weil ein plötzlicher Regenbruch alles unter Wasser setzte. Zwei Stunden heftigster Regen sind beeindruckend. Die Einkaufstruppe hat zwar keinen Tropfen abbekommen, konnte aber einen guten Eindruck bekommen, was ein solcher Regen mit diesen Straßen anrichtet. Aufgrund des Regens wird das Spielen mit den Kindern in den Esssaal verlegt: Mikado, Malen und Singen geht auch drinnen.


Mittwoch 14.11.2018

Heute geht es endlich los: Unsere erste Aufgabe bestand darin eine Bestandsaufnahme zu machen.

Das Elektriker-Team: Hansjörg, Lars und der einheimische Ralph - leihweise auch Anni
Bei der Begehung der Räumlichkeiten vielen viele defekte oder fehlenden Lampenfassungen, Leuchtmittel, Schalter und Steckdosen auf. Viele Kabel hingen lose herum. Da die Kinder keine Haken für Kleidung oder Schränke haben hingen sie viele Kleidung über die Lichtschalter, die davon kaputt gingen oder auch weil die Kinder keine Aufsichtspersonen haben und oft das Licht an und ausschalten.
Die Wasserpumpe wurde aus dem 30m tiefen Schacht gezogen und überprüft. Sie hing nur noch an dem PVC Rohr und nicht an dem Seil. Jederzeit hätte das PVC Rohr brechen und die Pumpe somit abstürzen können. Der Pastor - der Hauptverantwortliche für das Waisenhaus - hatte Angst um die Pumpe, da bisher immer alles lief und ihm nicht bewusst war, dass sie jederzeit hätte kaputt gehen können und somit das gesamte Heim ohne Wasser darstehen würde.




Das Sanitär- und Maurerteam: Phillipe und Ulli, leihweise auch Anni und Reggi
Die Überprüfung der Kinderduschen ergab, dass viele Duschen verstopft waren und die meisten auch gar nicht mehr funktionstüchtig. So kümmerte sich das Team um die Toiletten und Duschen, wobei verschiedene Gegenstände aus dem Ablauf der Duschen geholt werden mussten – nun läuft das Duschwasser wieder ab!




Das Interview-Team: Raja, Nina - leihweise auch Anni und Reggi
Während die Kinder in der Schule waren nutzen die Mädels die Zeit um alle Spendenkoffer auszupacken und die Spenden zu sortieren. 
Am Nachmittag wurden schon die ersten Patenkinder interviewt. Jedes Kind sollte einmal gesehen und interviewt werden. Dabei wurden sie von dem einheimischen Leonel super toll unterstützt.





Die Schreinerei / das Sägewerk: Berti und Anka: Berti baute den ersten Tisch für das Lager, damit das ganze Werkzeug ordentlich sortiert und gelagert werden konnte. Anka kontrollierte, wie viel Material vorhanden war, was zu tun ist und stellte die Materialliste für den Einkauf zusammen. Danach fingen die beiden an ein bereits gebautes Bett zu vermessen und dann die ersten Bettelemente zu sägen.

Insgesamt kann man sagen dass der Start richtig gut verlief, wir sind sehr dankbar für den guten Verlauf. Allerdings gibt es Schwierigkeiten mit dem Internet, die Kommunikation mit daheim ist also sehr eingeschränkt.



Es gibt viel zu tun, aber wir schaffen das!

Dienstag 13.11.2018 - Erster Tag in Haiti

Guten Morgen,
es ist 6:29 Uhr und alle sind schon auf den Beinen und fit für den Tag. Wir bekommen gleich Frühstück und haben trotz der vielen Geräusche gut geschlafen.
Genießt einen kleinen Teil unserer Aussicht:




Nach dem Frühstück ging es mit einem alten amerikanischem Schulbus nach Pignon. Auch diese Fahrt hat viele Eindrücke hinterlassen, obwohl die Straße zum Teil schon sehr gut neu ausgebaut wurde. Es ist eine große Insel mit hohen Bergen und entsprechend tiefen Tälern :-)




Wir sind jetzt auf dem Weg zu unserem finalen Ziel, dem Waisenhaus in Pignon.



In Pignon angekommen wurden wir von den Menschen freudig empfangen, wir haben uns eingerichtet und es gab leckeres Essen und dann vor allem – Nachtruhe.

Montag 12.11.2018 - Angekommen in Dom Rep

Wir sind eben gerade gut in Santo Domingo, Dominikanische Republik, gelandet. Wir gehen jetzt durch die Kontrolle, holen unsere Koffer und dann gehts weiter zum Bus nach Haiti.


Wir sind früh morgens gelandet und wurden am Flughafen von Olga und Ihrem Mann mit Kaffee empfangen – um 5 Uhr morgens! Die beiden hatten auch den Bus organisiert der uns zum Busbahnhof gebracht hat, von wo es dann 8 Uhr Ortszeit weiter mit dem Bus nach Port au Prince ging – von der Fahrt könnte man länger berichten, aber wir sind gut angekommen und es ist alles sehr glatt verlaufen.




Sonntag 11.11.2018 - Viele viele Koffer

Wir sind alle gut und überpünktlich am Flughafen angekommen.



Gerade haben wir alle Koffer problemlos einchecken können. Insgesamt ca 28 Koffer und noch ein paar Handgepäckstücke.




Sonntag 11.11.2018 - Los gehts nach Haiti

Wir sind jetzt auf dem Weg nach Frankfurt zum Flughafen mit 21 Koffern und viel Vorfreude. In den nächsten Tagen wird es hier immer mal etwas von uns zu lesen geben. Ob mit Bildern oder ohne können wir noch nicht sagen, das hängt von den Internetverhältnissen ab.







Sonntag 26.02.2017 - Ankunft in Deutschland

Wir sind gut gelandet und ich sitze jetzt in der Bahn nach Hause. Bilder werden auf jeden Fall in den nächsten Tagen noch folgen, es lohnt sich also immer mal wieder in den Blog zu schauen und Ende Mai geht es ja hier auch schon weiter mit dem Uganda Workcamp.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Spender, Beter, Familien, Unterstützer und Follower.

Samsung 25.02.2017 - auf nach Deutschland

Der letzte Tag des Haiti Workcamps war noch ein halber Urlaubstag mit Shopping, Strand, Sonnenbaden... dann ein letztes gemeinsames nationales Mittagessen und es hieß Koffer aus dem Hotel ins Taxi und zum Flughafen.

Dort erfuhren wir, dass unser Flug zwei Stunden Verspätung hatte. Die haben wir aber auch irgendwie rumbekommen und gegen 18:45 Uhr ging es dann rauf in die Lüfte.

Freitag 24.02.2017 - Strandurlaub

Nach einer ruhigen Nacht ohne Hundegebell hatten wir gut im Hotel geschlafen und waren gespannt auf den Strand.

Jeder machte an diesem Urlaubstag einfach nur das wozu er Lust hatte. Die Männer waren am Strand, Sonne tanken, baden, Volleyball spielen. Ich testete den Pool und lernte direkt eine deutsche Urlauberin in meinem Alter kennen.

Nach dem Mittag essen das Jeff und Niko lecker gekocht hatten waren wir alle auf eigene Faust am Strand. Ich war mit Eva unterwegs am Strand entlang. Es war schön einfach Gottes Schöpfung zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.

Nach dem Abendessen saßen wir noch alle gemeinsam zusammen und lasen den Blog um noch etwas in Erinnerungen zu versinken. Da waren schon viele Lacher dabei.

Donnerstag 23.02.2017 - Abschied von Haiti

Morgens um 4:45 Uhr hieß es aufstehen und Sachen packen. Dann gab es ein kleines Frühstück und den Abschied. Um 5:45 Uhr fuhren wir dann los zum Busbahnhof nach Port au Prince.

Dort angekommen hieß es wieder Bürokratie und dann ging es um 8:15 Uhr mit dem Bus Richtung Dom Rep. Es hat dieses mal an der Grenze ewig gedauert, wie ich es ja im Blog beschrieben hatte. Um 18 Uhr Dom Rep Zeit (eine Stunde eher als Haiti, also nach 9 Stunden) kamen wir dann in Santo Domingo an. Es war wieder mega kalt im Bus gewesen obwohl wir uns sehr warm angezogen hatten.

Wir wurden dann direkt von einem Fahrer mit echt luxuriösem Minivan abgeholt. Leider war Feierabendverkehr und viel Stau. Gegen 20:00 Uhr hielten wir dann zum Essen in einem italienischem Restaurant an. Das Essen war sehr lecker und wir fuhren dann noch weitere zwei Stunden zu unserem Hotel. 23:30 Uhr kamen wir dann endlich am Hotel an und mussten noch auf den Schlüssel warten.

Ein langer anstrengender Tag ging dann endlich zu Ende und wir waren froh endlich in Bavaro angekommen zu sein.

Donnerstag 23.02.2017 - Unsere Koffer auf dem Grabbeltisch

Unfassbar was hier grad abgegangen ist. Wir sind an der Grenze nach Dom Rep und mussten auf der haitianischen Seite unsere Koffer alle aus dem Bus nehmen, zur Kontrolle bringen und sie haben alles komplett durchsucht, wie beim Zoll am Flughafen. Uns selber nicht. Aber alle Taschen und Koffer wurden geöffnet und durchsucht.

Auf der Dom Rep Seite hieß es dann Passkontrolle und Visa abgeben. Als wir in der ewig langen Schlange standen und warteten sahen wir wie alle Koffer wieder aus dem Bus geräumt und Richtung Kontrollpunkt gebracht wurden. Also gingen wir unsere Koffer holen. Bei dieser Kontrolle wurden die Koffer zwar aufgemacht, jedoch direkt wieder geschlossen oder direkt weiter geschoben. Das System hier muss mal jemand verstehen.

Jetzt sind wir gespannt was uns heute noch abenteuerliches erwartet. Wir sollen in Santo Domingo vom Busbahnhof abgeholt werden. Mal schauen ob das klappt und wie wir dann transportiert werden. Vielleicht dieses mal auf einem Esel? Wer weiß..

Mittwoch 22.02.2017 - Abreise von Pignon und kurzes Resúmee

Mittwoch morgen hieß es dann Koffer packen, restliche Spendensachen an den Pastor abgeben und Abschied nehmen von Pignon.

Wir sind zufrieden mit dem was wir geschafft haben, auch wenn trotzdem noch sehr viel zu machen ist. Wir hoffen den Kindern mit unserer Hilfe eine große Freude bereitet zu haben.

Gegen 10 Uhr ging es dann los im Van, der voll beladen war mit 10 Personen (Harry, Niko, Jeff, Bob, Imad, Cathy, dem Geburtstagskind Angel, dem Fahrer, dem Übersetzer und mir) und mit 16 Koffern und vielen Werkzeugen, die wir bei Phyllis geliehen hatten. Unser Ziel war wieder Saintard, das Waisenhaus von Phyllis. Am Nachmittag kamen wir dort an.

Nach einer erfrischenden Dusche ging es dann zu einem Restaurant am Meer. Wir waren alle sehr hungrig und freuten uns auf ein leckeres Essen. Dann fuhren wir zu einem Restaurant, die Aussicht war atemberaubend. Dann bestellten wir unser Essen und warteten geduldig. Nach einer Stunde ca kamen zwei Vorspeisen, aber das Essen kam und kam nicht. Nach zwei Stunden warten haben wir dann gezahlt und sind ohne was zu essen gefahren. Bei Phyllis muss aber nie jemand hungern. So bekamen wir dort sehr leckere Thunfisch Frikadellen und Macceroni mit Käse. Danach haben sie für Angel noch eine kleine Geburtstagsfeier organisiert.

Dienstag 21.02.2017 - letzter Arbeitstag

Schon war er da, der letzte Arbeitstag. Eigentlich verging die Zeit echt schnell.

Niko und Harry hatten die Küche fertig gestellt und reparierten an diesem letzten Arbeitstag noch so einige Dinge. Zb war das Dach am Gebäude der Küche kaputt, außerdem die Duschen der Kinder. Dort haben sie alle Wasserleitungen und die Wasserhähne ersetzt. Danach ging es ans Ordnung schaffen.

Angel hat einen Schwimmer an den Wassertanks installiert damit man sehen kann wann sie gefüllt sind um den Generator wieder abzustellen. Außerdem hat er alle Elektroarbeiten abschließen können.

Imad hatte noch angefangen einen Schrank für die Kinder zu bauen als Prototyp. Aufgrund Materialmangels konnte dieser aber nicht fertig gebaut werden.

Cathy und ich bauten die letzten drei Betten zusammen sodass es bei den Mädchen am Ende 10 neue Betten, also 20 neue Schlafmöglichkeiten gab.

Am Ende wurde noch alles Werkzeug sortiert und Jeff traf die letzten Patenkinder.

Dann ging der Arbeitstag zu Ende und wir schlossen dieses Workcamp mit einer großen Geschenkübergabe und einem Lagerfeuer mit den Kindern ab. Angel lief als Clown rum und schminkte die Kinder, Jeff hatte sein Schottenoutfit an. Viele tolle und witzige Fotos sind dabei entstanden. Es bleiben schöne Erinnerungen in unseren Herzen.

Montag 20.02.2017 - Zahnputzparty

Heute gab es wieder um 6:30 Uhr Frühstück wie gewohnt, naja etwas später, da wir dachten es wird für uns vorbereitet und wir mussten dann doch selber Frühstück machen, aber Harry ist da immer sehr hilfsbereit. Cathy und ich hatten das Chaos in der Küche satt und sorgten erst mal für eine Grundordnung. Es war schrecklich, aber wir beherrschten das Chaos nach einer Weile.

Die Männer gingen direkt wieder an ihre Arbeit. Harry und Niko bereiteten die Küche für das Streichen und verfugen vor. Dann waren sie fleißig am Schaffen.

Angel verlegte eine elektrische Leitung vom Generator - dieser befindet sich bei den Toiletten der Kinder - zu dem Wasserturm, der sich weiter entfernt befindet. Da wir die letzten Tage den Generator immer wieder hin und her fahren mussten und dadurch abwechselnd Wasser oder Strom hatten, war diese Arbeit dringend notwendig. Außerdem baute Angel einen Schwimmer für den Wassertank damit man sehen kann wann der Wassertank voll gefüllt ist, damit man den Generator von Wasser Auffüllen zurück auf Strom produzieren stellen kann.

Niko und Harry hatten die Küche am Ende komplett fertig und genossen den Feierabend beim Sonnenuntergang. Jeff war überall beschäftigt, wie immer. Bob war mit Dr. Rock und dem Pastor unterwegs und hat Kleidung und Material gekauft. Imad bereitete weiter Bauteile für die Betten vor, sodass am Ende ziemlich viel vorbereitet war um weiter Betten zusammen zu bauen.

Cathy und ich brachten die alten Matratzen weg, danach sortierten wir die dreckige Kleidung der Mädchen zum Waschen aus. Danach bauten wir weitere Betten zusammen, sodass wir am Ende des Tages sogar 4 Betten mehr hatten.

Nach dem Abendessen wollte Jeff eigentlich wieder ein Lagerfeuer machen, aber wir gaben lieber ein paar Hygiene Hinweise und andere Ratschläge weiter an die Kinder. So waren wir alle versammelt vor dem Haus der Kinder, sie saßen auf den Bänken und hörten zu, was wir ihnen sagen wollten. Bob, Jeff, Cathy und ich sprachen zu den Kindern über Hygiene, Müllentsorgung, Wäsche waschen, Zähne putzen, allgemeines Verhalten, Schulbildung, Fürsorge für die anderen Kinder usw.

Zwischendurch kam Cathy und mir die Idee direkt mit den Kindern noch Zähne zu putzen. So baten wir alle Kinder ihre Zahnbürste zu holen. Wir gaben allen die ihre nicht fanden eine Zahnbürste (außerdem auch allen anwesenden Erwachsenen). Und so putzen wir alle draußen gemeinsam unsere Zähne. Es war unglaublich wie viel Spaß wir beim Zähneputzen hatten! Auch der Nachtwächter, der Pastor und der Übersetzer machten mit. Was für ein tolles Bild für die Kinder, zu sehen, dass wir alle gemeinsam unsere Zähne putzen.



Am Ende forderte ich alle Kinder auf, gemeinsam mit uns morgen früh um 6:45 Uhr, bevor sie zur Schule müssen, ihre Zähne zu putzen. Ich bin sehr gespannt ob alle Kinder dabei sind und ob alle ihre Zahnbürsten wiederfinden. Denn sie haben keine Schränke, keine richtigen Waschgelegenheiten oder ähnliches. So fanden wir beim Aufräumen überall Zahnbürsten, in Betten, in Taschen, unter den Betten... Unfassbar was diese Kinder noch lernen müssen. Aber sie hatten bisher auch nicht wirklich eine andere Möglichkeit. Wieder eine Baustelle, die wir hier entdeckt hatten.

Ein unglaublich toller Tag geht nun zu Ende. Ich hatte so eine tolle Zeit mit den Kindern. Ich konnte fühlen wie sehr sie unsere Anwesenheit genießen und brauchen, wie sehr ihnen die Zuneigung und Aufmerksamkeit fehlt. Es müsste mehr Menschen geben, die sich die Zeit nehmen um sich um Kinder wie diese zu kümmern. Sie haben so viel Potential und wir versuchen Wege zu finden um dieses Potential auszubauen und zu fördern. Ich hoffe sehr, dass wir jemanden finden, der diese Arbeit hier unterstützen, voran bringen und mit seiner ganzen Lebenskraft füllen möchte. Wir beten jetzt schon ordentlich für dieses Waisenhaus und ich denke wir nehmen alle hier in unseren Herzen mit nach Hause, wenn wir Ende der Woche abreisen.